Wester Till - Homepage von Stephan Wulff

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Wester Till

Nach meinem Abitur begann ich im Wintersemester 1998 an der Fachhochschule Ostfriesland in Leer, mit den Studiengang zum Diplom Ingenieur für Seeverkehr, wo ich das Patent AGW (Befaehigungszeugnis des Wachoffiziers auf großer Fahrt/alle Schiffstypen) und spaeter dann das Kapitaenspatent erreichen kann. Der Studiengang ist 8 Semester lang und beinhaltet zwei Praxissemester an Bord, mit der Laenge von jeweils einem halben Jahr.

Ich fand schnell einen Praxissemesterplatz bei der Reederei Triton in Leer. Mir wurde das Containerschiff M/S "Wester Till" zugeteilt, als neuer Arbeitsplatz und somit auch als neues Zuhause für die naechsten 6 Monate.

Die "Wester Till" ist 121 Meter lang und 19,5 Meter breit, kann 580 TEU Container laden (580 x 20 Fuß große Container, Ladung von gut 580 LKW). Das Schiff faehrt unter der Flagge von Antigua. Die Besatzung war zusammen gesetzt durch einen deutschen Kapitaen, drei polnischen Seeleuten und 10 Filipinos. Wir waren eine sehr gute Mannschaft mit gutem Teamwork. Probleme mit der Crew gab es so gut wie nie.

6 Monate an Bord ist eine lange Zeit. Aber durch Richtlinien der Fachhochschule war vorgeschrieben, wie lange ich in den verschiedenen Bereichen an Bord arbeiten sollte.

Die Bereiche teilen sich auf in Brueckenwache, Ladungsumschlag, Konservierungsarbeiten, Buerotaetigkeiten, Schiffsicherheit und Arbeiten auf den Manöverstationen. Die meiste Zeit mußte ich mit der Brueckenwache, Ladungsumschlag und Schiffsicherheit verbringen. So wurde es nie langweilig an Bord.

Die "Wester Till" fuhr in den ersten 3 Monaten meines Praxissemesters für einen großen Charterer in Italien. Die Reise ging meist von La Spezia nach Genua, Malta, nach Libyen in die Hafenstädte Misurata, Bengasi und Tripolis, dann weiter nach Tunis und zurück nach La Spezia in Italien. Nach den 3 Monaten fuhren wir dann in einer freien Charter auch nach Toulon in Frankreich und nach Alexandria in Aegypten, in die Türkei, ins Schwarze Meer, Griechenland und zuletzt an die Westkueste Afrikas, nach Dakar (Senegal), Tema (Ghana) und nach Abidjan (Elfenbeinküste) und mit einer Ladung Kakaobohnen dann letztlich nach Amsterdam in den Niederlanden.

 
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